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Die Pinzette: Warum Finger der falsche Griff sind

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Es gibt einen Grund, warum in jeder Werkstatt eine Pinzette neben der Lupe liegt, und er hat wenig mit Feinmotorik zu tun: Finger hinterlassen Fett. Und Fett sitzt bei einem facettierten Stein genau dort, wo es am meisten kostet. Der zweite Grund ist banaler: Ein 3-mm-Stein, der auf Fliesen fällt, ist nicht kaputt – er ist weg. Warum Fingerabdrücke unten schlimmer sind als oben Licht tritt bei einem geschliffenen Stein durch die Tafel ein, wird an den Facetten des Unterteils zweimal gespiegelt und tritt oben wieder aus. Eine dünne Fettschicht auf der Unterseite stört genau diese Spiegelung. Sie kostet mehr Brillanz als jeder Kratzer auf der Tafel – und man sieht sie nicht, man sieht nur, dass der Stein stumpf wirkt. Dasselbe Prinzip steht hinter der Reinigungsregel „von unten bürsten“ in Labor-Rubin und -Saphir reinigen . Mit der Pinzette entsteht das Problem gar nicht erst. Die Bauarten Form Wofür Haken Gerade, feine Spitze kleine Steine aufnehmen, Kleberreste...

Der Glasfaserpinsel: Sauber machen, wo kein Tuch hinkommt

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Ein Silberputztuch ist das beste Werkzeug gegen anlaufendes Silber – auf glatten Flächen. In die Kehle zwischen Zargenrand und Stein kommt es nicht, unter eine Krappe erst recht nicht. Genau dort sitzt der dunkle Belag am hartnäckigsten und fällt am meisten auf. Dafür gibt es ein Werkzeug aus der Uhrmacherei, das kaum jemand kennt: den Glasfaserpinsel . Was das Ding ist Ein Halter wie ein dicker Druckbleistift, in dem ein Bündel feiner Glasfasern steckt. Man schiebt die Fasern ein Stück vor und arbeitet damit trocken auf dem Metall. Die Fasern schleifen – fein, aber sie schleifen. Das unterscheidet ihn von allem anderen in der Schmuckpflege: Er trägt die Anlaufschicht mechanisch ab, statt sie chemisch zu lösen. Es fließt nichts, es kriecht nichts unter den Stein, und es bleibt nichts zurück, was nachher weiterarbeitet. Warum er am Stein unbedenklich ist Glas liegt auf der Mohs-Skala bei etwa 5,5 . Korund liegt b...

Aufbewahrung: Der gefährlichste Nachbar ist ein zweiter Rubin

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Der häufigste Schaden an einem Laborstein entsteht nicht beim Tragen. Er entsteht in der Schublade – durch einen anderen Laborstein. Härte 9 schützt zuverlässig vor allem, was weicher ist. Vor sich selbst schützt sie nicht. Warum Korund Korund zerkratzt Die Mohs-Härte sagt nur, was was ritzt. Ein Material ritzt alles Weichere – und alles gleich Harte gleich mit. Zwei Korunde, die aneinander reiben, hinterlassen deshalb gegenseitig Spuren, obwohl beide zu den härtesten Schmucksteinen überhaupt gehören. Im Alltag ist das kein Problem: Was am Finger vorbeikommt, ist Quarzstaub bei Härte 7, Stahl bei 6,5, Sand, Papier, Textil. Alles harmlos. Kritisch wird es genau dort, wo Schmuck ungeschützt beieinander liegt. Nachbar in der Schale Gefährlich für Korund? Silber, Gold, Edelstahl Nein – deutlich weicher. Umgekehrt zerkratzt der Stein das Metall. Zirkonia, Glas, Perlen Nein – weicher. Perlen sind sogar sehr empfindlich und leiden. Ein anderer Rubin oder Saphir Ja ...

Labor-Rubin und -Saphir reinigen: Was hilft, was schadet

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Ein Labor-Rubin ist Härte 9, chemisch stabil und ohne Spaltbarkeit. Sie können ihn kaum kaputt machen. Das Schmuckstück drumherum schon – und genau da gehen die meisten Reinigungsversuche schief. Dieser Beitrag trennt beides sauber: was das Material aushält, und was die Fassung aushält. Die Antwort auf die zweite Frage ist deutlich strenger. Die gute Nachricht zuerst Laborkorund ist für den Alltag praktisch unzerstörbar: Härte 9. Quarzstaub – das, was in der Luft schwebt und alles zerkratzt – liegt bei 7. Er kommt an Korund nicht heran. Keine Spaltbarkeit. Es gibt keine innere Ebene, an der der Stein bei einem Stoß auseinanderbricht. Chemisch inert. Aluminiumoxid reagiert nicht mit Seife, Essig, Parfum, Schweiß oder Chlorwasser. Farbe im Kristallgitter. Nichts kann ausbleichen oder abgerieben werden, weil nichts aufgetragen wurde. Ein loser Laborstein überlebt so ziemlich alles, was in einem Haushalt vorkommt. Sobald er gefasst ist, gelten andere Regeln. Die Standa...