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Der Fassungsdrücker: Wie eine Zarge wirklich geschlossen wird

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Eine Zarge ist ein aufrecht stehender Metallrand um den Stein. Beim Fassen wird dieser Rand nach innen gelegt, bis er über die Kante des Steins greift. Danach hält der Stein mechanisch – ohne Kleber, ohne Krappen, dauerhaft. Der Unterschied zwischen einem sauberen und einem gebastelten Ergebnis liegt dabei nicht am Geschick, sondern an zwei Werkzeugen und einer Reihenfolge . Was ein Fassungsdrücker ist Die Zarge im Schnitt: vor und nach dem Drücken Links die Zarge vor dem Fassen: ein Bodenblech mit senkrecht aufstehendem Rand, der etwa einen halben bis einen Millimeter über die Kante des eingelegten Steins hinausragt. Rechts dieselbe Fassung nach dem Fassen: derselbe Rand ist über die Kante gelegt und hält den Stein rein mechanisch fest, ohne Klebstoff. Vorher Rand steht senkrecht Nachher Rand greift über die Kante ...

USB-Mikroskop: Was „1600-fach“ wirklich bedeutet

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„1600-fache Vergrößerung“ steht auf jedem zweiten USB-Mikroskop für zwölf Euro. Das ist keine technische Angabe, sondern eine Rechnung mit gewählten Annahmen – und wer sie versteht, weiß auch, wofür so ein Gerät trotzdem taugt. Kurzfassung: Es ersetzt keine 10×-Lupe. Es kann dafür etwas, das die Lupe nicht kann. Woher die Zahl kommt 200-fache Vergrößerung durch ein optisches Mikroskop, hier an wachsenden Korundkristallen. Mehr Zahl bedeutet nicht mehr Bild. Bild: Dr Anatoly , CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons – verkleinert. Ein optisches Mikroskop hat eine feste Vergrößerung: Objektiv mal Okular, fertig. Ein USB-Mikroskop hat kein Okular. Es hat eine kleine Kamera und einen Bildschirm – und genau da wird die Zahl gemacht. Die Herstellerrechnung lautet ungefähr: Wie viel größer erscheint das Objekt auf einem großen Monitor, verglichen mit dem echten Ding? Bildet das Gerät einen 2 mm breiten Ausschnitt auf einen 24-Zoll-Monitor ab, sind das rechnerisch...

Labor-Korund und Hitze: Was beim Löten passiert

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Die Frage kommt bei jedem, der zum ersten Mal einen Brenner in die Hand nimmt: Übersteht mein Stein das Löten? Bei Laborkorund lautet die Antwort meistens ja – aber aus einem anderen Grund, als die meisten vermuten, und mit einer Einschränkung, die viel wichtiger ist als die Temperatur selbst. Denn nicht die Hitze zerstört Steine. Der Temperaturwechsel tut es. Was Korund thermisch aushält Korund schmilzt erst bei rund 2.050 °C . Zum Vergleich: Sterlingsilber schmilzt bei etwa 893 °C, und Silberlot fließt je nach Sorte zwischen 620 und 780 °C. Die Temperaturen, mit denen Sie am Werktisch arbeiten, liegen also weit unterhalb dessen, was Korund als Material stört. Auch die Farbe ist stabil. Sie entsteht durch Chrom- beziehungsweise Eisen- und Titanionen, die fest im Kristallgitter sitzen. Es gibt keine Beschichtung, die abplatzen, und keinen Farbstoff, der ausbleichen könnte. Damit gehört Laborkorund zu den unempfindlichsten Steinen überhaupt. Diese Tabelle zeigt, wo er im Verg...

Grundausstattung: Werkzeug für den Einstieg unter 50 Euro

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Für die ersten eigenen Schmuckstücke brauchen Sie keine Werkstatt. Sie brauchen sechs Werkzeuge, und die kosten zusammen rund 30 Euro. Alles andere kommt später – oder nie. Der typische Anfängerfehler ist der Kauf eines großen „Schmuckwerkzeug-Sets“ mit 40 Teilen für 45 Euro. Darin liegen dann drei brauchbare Zangen und 37 Teile, die Sie niemals anfassen – bei entsprechend dürftiger Qualität der drei brauchbaren. Diese Liste geht den anderen Weg: wenige Teile, dafür die richtigen. Sie deckt genau das ab, was Sie für die häufigste Einsteigertätigkeit brauchen – einen kalibrierten Stein in eine fertige Zargenfassung setzen. Die Pflichtausstattung: rund 31 Euro Werkzeug Preis Wozu Digitaler Messschieber 8–12 € Das wichtigste Werkzeug überhaupt. Ohne ihn wissen Sie nie, ob Stein und Fassung zusammenpassen. Lupe 10× 5–10 € Steine prüfen, Fassung kontrollieren, Kratzer sehen, bevor sie stören. Fassungsdrücker bezel pusher 5–8 € Drückt den Zargenrand über die Ste...