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Farbloser Topas: Härte 8 und trotzdem zerbrechlich

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Topas hat Härte 8. Nach Diamant und Korund ist er damit der härteste Stein, dem man im Schmuck regelmäßig begegnet. Und er ist trotzdem derjenige, der am Werktisch am ehesten durchbricht – nicht abgeschliffen wird, sondern glatt in zwei Teile fällt. Härte und Bruchfestigkeit sind zwei verschiedene Eigenschaften. Topas ist das Lehrbuchbeispiel dafür, und farbloser Topas ist die Variante, bei der es am häufigsten schiefgeht – weil er als günstige Alternative zu Diamant und weißem Saphir verkauft und dann auch so behandelt wird. Eine Ebene, an der alles hängt Topas besitzt eine vollkommene basale Spaltbarkeit : eine einzige Ebene, quer zur langen Kristallachse. Kein Netz von Rissen, keine zwei Richtungen wie beim Kyanit – genau eine Fläche, entlang derer die Bindungen im Gitter schwächer sind als sonst. Was das bedeutet: Ein Schlag, ein Hebel oder ein einseitiger Druck in der falschen Richtung tre...

Kyanit: der Stein mit zwei Härten in einem Kristall

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Nehmen Sie einen Kyanit und ziehen Sie eine Stahlnadel der Länge nach über die Kristallfläche: Es entsteht ein Kratzer. Drehen Sie denselben Stein um 90 Grad und wiederholen Sie es quer: nichts. Gleicher Stein, gleiche Nadel, zwei Ergebnisse. Das ist kein Messfehler, das ist das Mineral. Kyanit ist der einzige Schmuckstein, bei dem die Frage „Wie hart ist er?“ keine einzelne Zahl als Antwort hat. Und weil er in einem Blau vorkommt, das guten Saphiren erstaunlich nahe kommt, taucht er regelmäßig in Angeboten auf, in denen er nichts zu suchen hat. Der zweite Name sagt es schon Das Mineral heißt auch Disthen . Das kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich „zwei Stärken“ – genau die Eigenschaft, die den Stein ausmacht. Wer den alten Namen kennt, hat das Wichtigste schon verstanden. Entlang der langen Kristallachse liegt die Härte bei etwa 4 bis 4,5 . Quer dazu steigt sie auf rund 6 bis 7 . Die Angaben schwanken je nach Quelle um einen halben Punkt; unbestritten ist der ...